Quelle: derstandard.at/Sarah Kleiner

Bedingt durch die Landflucht der vergangenen Jahrzehnte, finden wir auch jetzt noch - obwohl seit einigen Jahren eine Gegenbewegung stattfindet - so manches strukturschwaches Gebiet. Denn der Bevölkerungsverlust bewirkt auf Dauer einen Rückbau der Dienstleistungsversorgung, von Postämtern, Geldautomaten, öffentlichen Veranstaltungen. Migration und gelungene Integration können dem entgegenwirken und diesen Räumen einen neuen, besseren Stellenwert geben.

Warum sich internationale Migranten am Land niederlassen

Marika Gruber ist eine Forscherin die sich im Zuge ihrer Arbeit im Projekt Matilde ("Migration Impact Assessment to Enhance Integration and Local Development in European Rural and Mountain Areas") mit der Zuwanderungspolitik in Österreich beschäftigt. Das dreijährige Forschungsprojekt MATILDE untersucht soziale und ökonomische Auswirkungen von Migration auf die vielfältigen ländlichen und alpinen Räume Europas und möchte zugleich die Integration von Drittstaatsangehörigen verbessern sowie den territorialen Zusammenhalt und die lokale Entwicklung fördern.

Fakt ist: Ohne internationaler Migration würde die Bevölkerung in Österreich sogar schrumpfen. Auch wenn rund 40 Prozent der Menschen mit Migrationshintergrund in Wien leben, sollte sich der Fokus bei der Einwanderungspolitik stärker auf ländliche Gebiete und Regionen richten, findet Marika Gruber. Wichtige Faktoren, warum sich Zuwanderer aus Drittstaaten in diesen Gegenden niederlassen, sind laut den Ergebnissen des Projekts die Möglichkeiten der Mobilität und das öffentliche Verkehrsnetz, oder das Vorhandensein bestimmter Industrien und damit Arbeitsplätze, für die sie geeignete Qualifikationen mitbringen.

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Der Standard

Projekt Matilde